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Ziele

"Wir haben die Vision- eine Vision zu haben"
Würde die Forderung des ZAG nach einer Stiftung mit der geforderten Kapitaleinlage
umgesetzt werden können, stünde in den nächsten 50 Jahre bei einer durchschnittlichen
Verzinsung von fünf Prozent jährlich eine Summe von 5 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit diesem Geld möchte die Bürgerinitiative in die nachhaltige Entwicklung
der Stadt Weißwasser und ihrer Umgebung investieren. Dazu hat der Verein im Mai dieses Jahres zu einer Bürgerversammlung eingeladen.

Ziel der Versammlung war es das Anliegen und die Forderung zu erklären.
Zudem sollten sich nach der Veranstaltung Arbeitsgruppen formieren, die in den kommenden
Monaten intensiv Visionen entwickeln und einen Plan zur Umsetzung erstellen sollen.
In die AG Wirtschaft, die AG Visionen, AG Tourismus und die AG……. Ließen sich insgesamt ……
Zuhörer nach der Veranstaltung einschreiben.

"Ein zukunftsträchtiges Tourismuskonzept", strebt vor allem der Vereinsvorsitzende Uwe Bücklein an.
"Ein Magneten, der Auswärtige in die Stadt zieht und die Weißwasseraner stolz mache."
Bisher hat der Verein noch kein Zusammentreffen der freiwilligen Mitarbeiter organisiert.
Mit den Ergebnissen aus den Arbeitsgruppen sollen Konzepte entstehen,
die durch die Stiftungseinlage umgesetzt werden können.
Wie diese allerdings aussehen und in welche Richtung sie gehen, bleibt unklar und ist von ZAG bisher nicht formuliert.

Wenn um Ziele geht, heißt es von den Mitgliedern stets "Zukunft der Stadt entwickeln" und "Visionen spinnen".

Die Lausitzer Rundschau berichtete kritisch nach einem Pressetermin des ZAG:
"Die volle Vision fürs Volk. Wir sehen großen Debatten entgegen."

Die Stadt Weißwasser breitet in der kommenden Woche ihre derzeitige Lage und die
mögliche Zukunft auf dem Podium aus. Und Weißwassers-Zukunft-Verein Nummer 2 will wenig
später ein Nämliches tun. Am Ende sollen Visionen stehen, bezahlbare möglichst,
soweit sich Land und Bund und Vattenfall dafür begeistern lassen.

Auch sind da noch ein paar Vereine, Arbeitsgruppen und Aktivisten, die schon lange nichts
von sich hören lassen haben. Ach ja, und stehen nicht Wahlen vor der Tür,
in denen sich Spitzenbewerber den brennenden regionalen Themen - auch in Weißwasser - widmen müssen?
Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Volk, an welches sich all dies richtet,
nicht allzu bald überfordert sieht mit so vielen Fakten, Plänen, Argumenten und vor der Zeit schlapp macht.
Tanken Sie Kraft […] liebe Leser! Denn Sie sind das Volk.

Thoralf Schirmer LR 19.04.08
Und auch die Sächsische Zeitung versuchte vergeblich Argumente, Ziele und Forderungen
der Initiative formuliert zu bekommen.
Mit aussagekräftigen Argumenten hält sich der Verein noch immer bedeckt.
Doch: "Am Anfang einer Vision steht das Geld", so Uwe Bücklein.
Um die Forderung einer Stiftung von Vattenfall durchzusetzen, möchte der Verein alle
"legalen Möglichkeiten ausschöpfen" (PM Forderung Stiftung).
Derzeit läuft das Bestreben noch immer darauf hinaus, in der vom Stadtrat gegründete
Arbeitsgemeinschaft Vattenfall mitzuwirken. Doch das blieb der Initiative bisher verwehrt.
Ideen

Der Verein geht davon aus, dass der Konzern Vattenfall die Stadt Weißwasser
durch den nahenden und angrenzenden Tagebau schon maßgeblich in
Mitleidenschaft gezogen hat und dies auch weiterhin wird.

"Wir protestieren gegen die von Vattenfall verursachten erheblichen
Einschränkungen der Lebensqualität hinsichtlich: Grundwasserabsenkung,
Lärmbelästigung, Staubbelastung, Klimaveränderung, Vernichtung von
Strecken der Waldeisenbahn Muskau, Vernichtung von Urwald, Altteich und
anderen Biotopen, Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden und Mehrbelastung
aller durch längere Wegstrecken und dadurch Mehrausgabe von Treibstoff […]"

In einer ausführlichen Protestnote, haben die Mitglieder weitere Argumente verfasst
und niedergeschrieben.
Dabei geht die Bürgerinitiative in ihren Recherchen noch weiter.
So wird in einer Tabelle der Vergleich von Beschäftigtenzahlen zu Umsätzen angeführt.
Hervorheben wollte die Initiative dabei den Fakt, dass Vattenfall im Jahr 2004
noch 21.000 Beschäftigte in ganz Deutschland hatte und einen Umsatz
von 10,7 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu beschäftigt der Konzern ein Jahr später
nur noch 18.000 Menschen, hat jedoch einen Umsatzrekord von 13,7 Milliarden Euro erzielt.
Weiter heißt es in der Protestnote: Die Lebensumstände von fast 60 Prozent der
Bevölkerung des derzeitigen Niederschlesischen Oberlausitz Landkreis werden
dadurch gravierend beeinträchtigt. Auch sehe man das Problem der Region in der
schlechten infrastrukturellen Anbindung. Durch die Erweiterung des Tagebauloches,
wird noch ein großer Teil unbesiedeltes aber auch besiedeltes Gebiet vernichtet.
Diese Gebiete sind dann für viele Jahre für die Bevölkerung nicht zu nutzten.
Das wichtigste Argument der Bürgerinitiative ist die verhinderte Möglichkeit den
Tourismus der Region auszubauen. Nur dieser sei die Zukunft für die Region,
schaffe einen attraktiven Standort, locke Unternehmen an und schafft dadurch
"lokale Wirtschaftskreisläufe, die nachhaltig Arbeitsplätze schaffen".

Die Initiativmitglieder gehen davon aus, dass die Region in den kommenden Jahren von
tiefgreifenden Umwälzungen betroffen ist, die durch den
"erweiterten Ausbau der Tagebaureviere"
Reichwalde und Nochten hervorgerufen wird. Dies sei der Grund, weshalb Unternehmen
auch in nächster Zeit keine Attraktivität im Standort erkennen können und daher
nicht investieren.
Darunter leide also die Arbeitslosenstatistik wie auch der Tourismus, der sich laut
Protestnote nicht entwickeln kann, wenn nicht sogar verhindert werde.
In der Protestnote wird zudem ein Szenario, welches die Mitglieder für möglich halten in
die Argumentation miteinbezogen. Die Minderung der Lebensqualität,
und dabei eben auch die Verhinderung von nachhaltigen Perspektiven im Tourismussektor,
in der Region werde, eine große Abwanderungswelle zur Folge haben.

Für all diese negativen Folgen, die demnächst auf die Bürger der Region zukommen sollen,
fordert die Initiative Entschädigung.
Zu Beginn des Bestehens der Bürgerinitiative waren sich die Mitglieder noch nicht über
eine konkrete Forderung gegenüber Vattenfall einig. Es wurde der Artikel 14
des Grundgesetzes angeführt. Vattenfall sollte dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Die Forderung lautete lediglich, Vattenfall solle "Perspektiven für unsere Heimat eröffnen".
Mittlerweile hat sich die Forderung gegenüber Vattenfall auf eine einzige konkretisiert.
Das ist die Gründung einer Stiftung.
Eine Stiftung soll als finanzielle Grundlage für die zukünftige Entwicklung
der Stadt Weißwasser dienen. Die Idee ist eine Summe vom Großkonzern zu fordern,
welches am Ende das Wirtschaften in der Stadt um ein wesentliches einfacher macht,
wenn sich erst einmal eine positive Stadtentwicklung abzeichnet.

Das protegierte Motto lautet:
"Was der Tagebau jetzt zerstört, wird er unsere Stadt zerstören,
wenn wirt nicht jetzt beginnen selbst zu fordern."

Mit dem Stiftungskapital von 360 Millionen Euro soll in den kommenden Jahren von
etwa 5 Millionen Euro Zinsen gelebt werden. Die Stiftung soll über eine Laufzeit
von 50 Jahren bestehen. "Von diesem Geld bauen wir uns eine neue Stadt.
Vattenfall kann ja nach der Laufzeit der Stiftung das Geld wiederhaben".

Uwe Bücklein, Artikel EW Stz:
Ein stiftungskapital von 360 Euro ist nicht etwa eine Zufallsziffer,
sondern sie ist das Ergebnis aufwendiger Recherchen und Rechnungen.
Die Grundlage der Berechnung stammt aus einer Kurzstudie des Umweltbundesamtes,
"Braunkohle ein subventionsfreier Energieträger?".
So wurde Vattenfall 199?? beim Erwerb der Unternehmen Veag und Laubag
eine Restkaufsumme von 188 Millionen Euro erlassen.
Kohle fördernde Unternehmen müssten gegenwärtig auch keine Förderabgaben leisten.
Durch solche Vergünstigung, mit einkalkulierten Zinsen,
würden allein am Kraftwerk Boxberg jährlich 18 Millionen Euro gespart.
Das ist die Summe, welche die BI in einer Stiftung als Kapitaleinlage fordert und von
deren Zinsen jedes Jahr Projekte realisiert werden sollten, um die Entwicklung der
Stadt WEIßWASSER und des Umlandes positiv zu unterstützen.
OBEN?