»»Petition an Vattenfall, geforderten Stiftungssumme.

Berechnung der in der geforderten Stiftungssumme.

Die Grundlage für die Berechnung der Stiftungssumme wird ist in der Studie
Braunkohle - Ein subventionsfreier Energieträger?
(Kurzstudie im Auftrag des Unweltbundesamtes:
FKZ 363 01 080 Z 1.06 - 90525/3) gelegt.
Auf Seite 42 f der Studie wird unter Punkt 3.6 Cluster 6:
Unentgeltliche oder verbilligte Nutzung endlicher Ressourcen,
das Ausmaß der Begünstigung durch den Verzicht auf die
Erhebung der Förderabgabe auf Braunkohle und den Verzicht auf eine
kostendeckende Höhe des Wasserentnahmeentgeltes erläutert.

Das Ausmaß der Begünstigung ist in Tabelle dargestellt.
Die Begünstigung beläuft sich auf ca. 0,124 - 0,146 ct/kWh.
Mit den Daten des KW Boxberg wird wie folgt berechnet:

Nennleistung in KW 1.900.000
Volllasstunden / Jahr 7300
Erzeugte Leistung im Jahr in kWh 13.870.000.000,00
Anteil der Subventionen in €/kWh 0,0013
Subvention jährlich 18.031.000,00
Ca. 18 Mio. € / Jahr

Ausgehend von diesem Betrag und der Annahme einer 5% igen Verzinsung ist
ein Stiftungskapital von 360 Mio.€ erforderlich, um die zum Nachteil der Region und
zum Vorteil Vattenfalls gewährten Subventionen auszugleichen.
Wir weisen darauf hin, dass in der o.a. Kurzstudie noch weitere direkte und indirekte
Subventionen aufgeführt sind, die wir aufgrund des fehlenden regionalen Bezugs
nicht haben einfließen lassen.
Wir haben in unserer Petition festgestellt, dass Vattenfall Letztbegünstigter durch
die Privatisierungsregelungen der ostdeutschen Braunkohle war und ist.
Der Erlass des Restkaufpreises von 188 Mio. € beim Verkauf der VEAG / Laubag
an HEW/Vattenfall ist in der Kurzstudie auf Seite 35 Fußnote 18 nachzulesen.


Unter Anwendung der Zinseszinsformel lässt sich folgendes ableiten:

Durchschnittliche Eigenkapitalrendite seit 2001 in % 20 p
Erlassener Restkaufpreis in Mio. € 188.000.000,00 € Ko
Laufzeit in Jahren ab 2001 6 n
Kapital nach der Laufzeit 561.364.992,00 € Kn
Zinserträge aus dem erlassenen Restkaufpreis 373.364.992,00 €  
Ca. 380 Mio. €

In Anbetracht der bereits verstrichenen Zeit seit dem Übergang der VEAG / Laubag
an Vattenfall sind die von uns geforderten 360 Mio. € in dieser Höhe durchaus berechtigt.
Vattenfall hat das geforderte Stiftungskapital längst verdient.
Wie der Übergang zum letztendlichen Eigentümer Vattenfall ablief kann im Anhang
ab A-30 nachgelesen werden.

Abschließend ist deshalb festzustellen, dass aufgrund der massiven Subventionierung
der Braunkohlewirtschaft zum Vorteil Vattenfall unserer Region
Entwicklungskapital vorenthalten wird.
Wenn Vattenfall wirklich ein ernstzunehmender Partner für die Region sein will und
seine grundgesetzliche Pflicht entsprechend Artikel 14 Gundgesetz
wahrnehmen will dann kann dies nur über die von uns geforderte Stiftung erfolgen.